Private Krankenversicherung für Angestellte.
Ab einem Brutto-Jahresgehalt von 77.400 € (6.450 €/Monat) öffnet sich für Sie die PKV. Was das konkret bedeutet, wie viel Ihr Arbeitgeber übernimmt und worauf Sie 2026 achten müssen — alles auf dieser Seite.
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Das Wichtigste auf einen Blick
Als Arbeitnehmer in Deutschland sind Sie ab dem Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei und dürfen in die private Krankenversicherung wechseln. Im Gegenzug erhalten Sie nicht nur deutlich umfangreichere medizinische Leistungen — Ihr Arbeitgeber beteiligt sich mit bis zu 50 % am Beitrag.
- Einkommensgrenze (JAEG) 202677.400 € pro Jahr · 6.450 € pro Monat brutto
- Mindest-Beobachtungszeit12 Monate über der JAEG (regelmäßiges Jahresbruttoeinkommen)
- ArbeitgeberzuschussMaximal 50 % des PKV-Beitrags · bis 601,60 €/Monat (steuerfrei)
- Typische Ersparnis ggü. GKV180 € – 280 € pro Monat bei deutlich besseren Leistungen
- WechselzeitpunktJederzeit möglich nach Bestätigung der Versicherungsfreiheit
Voraussetzungen & Rahmenbedingungen
Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2026
Die JAEG ist die zentrale Hürde für Arbeitnehmer. 2026 liegt sie bei 77.400 € brutto pro Jahr bzw. 6.450 € pro Monat. Wer mit seinem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt darüber liegt, wird zum 1. Januar des Folgejahres versicherungsfrei in der GKV — und kann frei wählen, ob er freiwillig gesetzlich versichert bleibt oder in die PKV wechselt.
Was zählt zum Bruttoeinkommen?
Berücksichtigt werden alle regelmäßigen Lohnbestandteile. Dazu gehören:
- Festes Monatsgehalt (12 × Bruttogehalt)
- Vertraglich zugesicherte Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld
- Garantierte Boni, vermögenswirksame Leistungen, regelmäßige Zuschläge
Nicht berücksichtigt werden einmalige oder erfolgsabhängige Zahlungen ohne Anspruchsgarantie sowie steuerfreie Aufwendungen (z. B. Fahrtkostenersatz).
Die 12-Monats-Regel
Sie müssen prognostiziert 12 Monate ununter brochen über der JAEG liegen. Wer mitten im Jahr durch Gehaltssprung darüber kommt, kann zum Jahresende wechseln, sofern auch das Folgejahr über der Grenze liegt. Frische Hochschulabsolventen, deren Einstiegsgehalt sofort über der JAEG liegt, sind ab dem ersten Tag versicherungsfrei.
GKV vs. PKV — die harten Zahlen 2026
Der folgende Vergleich basiert auf einem 35-jährigen Angestellten mit 80.000 € Brutto-Jahresgehalt und einem typi schen Premium-PKV-Tarif (Einbettzimmer, Chefarzt, 80 % Zahnersatz).
| Kriterium | GKV | PKV |
|---|---|---|
| Monatlicher Höchstbeitrag | ≈ 1.250 € (inkl. Pflegeversicherung) | ca. 580 € (vollwertiger Premium-Tarif) |
| Eigener Anteil pro Monat | ≈ 625 € (50 %) | ca. 290 € nach Arbeitgeberzuschuss |
| Arbeitgeberzuschuss | Identisch — keine Verbesserung möglich | Bis zu 601,60 €/Monat steuerfrei |
| Beitragsberechnung | Einkommensabhängig — steigt mit jedem Gehaltssprung | Leistungs- & altersabhängig — unabhängig vom Gehalt |
| Selbstbeteiligung | Viele versteckte Selbstbeteiligungen: Rezeptzuzahlungen, Brille, Zähne u. v. m. | Klar geregelt und frei wählbar: 0 €, 500 €, 1.000 € — transparent im Vertrag fixiert |
| Leistungskatalog | Per Gesetz definiert · politisch jederzeit kürzbar | Vertraglich garantiert · lebenslang nicht kürzbar |
| Wartezeit auf Facharzt-Termin (Ø) | 26 Tage (Bertelsmann-Studie 2024) | 3 Tage |
* Werte gerundet, Stand 2026. Tatsächliche Beiträge sind individuell — eine persönliche Berechnung dauert keine 60 Sekunden.
Wo die PKV den Unterschied macht
Zahnersatz
Festzuschuss von rund 60 % auf eine günstige Regelversorgung — bei Implantaten oft <30 % Eigenanteilquote.
80 – 100 % Erstattung inkl. Implantaten, Inlays und hochwertiger Keramik. Kein Eigenanteil bei vielen Tarifen.
Stationär
Mehrbettzimmer, Stations- oder diensthabender Arzt — kein Wahlrecht.
Ein- oder Zweibettzimmer, freie Wahl des Chefarztes oder Spezialisten in jeder Klinik Deutschlands.
Heilpraktiker & alt. Medizin
In der Regel keine Erstattung — Satzungsleistungen einzelner Kassen bis 100 €/Jahr.
Bis zu 100 % Erstattung von Heilpraktiker-Leistungen nach GebüH — meist mit jährlichen Höchstgrenzen.
Sehhilfen & Hilfsmittel
Geschlossener Hilfsmittelkatalog — Brillen nur in Ausnahmefällen.
Offener Hilfsmittelkatalog — moderne Technik (z. B. Hörgeräte) bis 100 % erstattet.
Häufige Fragen von Arbeitnehmern
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